Weisungsrecht (Direktionsrecht; § 106 GewO)

Das Weisungsrecht beschreibt das Recht des Arbeitgebers, dem Arbeitnehmer einseitig(!) Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung vorzugeben (§ 106 S. 1 GewO). Dabei hat der Arbeitgeber jedoch billiges Ermessen walten zu lassen (§ 315 Abs. 3 BGB).

Das Direktionsrecht ist auch nicht grenzenlos. Es wird durch den Arbeitsvertrag, Bestimmungen in einer Betriebsvereinbarung, eines anwendbaren Tarifvertrages oder gesetzliche Vorschriften begrenzt (§ 106 S. 1 GewO).

In der Beratungspraxis stellen sich insoweit immer wieder maßgebliche Fragen, wie etwa folgende:

  • Darf der Arbeitgeber den Arbeitnehmer an einen anderen Ort versetzen?
  • Darf der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer andere Tätigkeitsbereiche zuweisen?
  • Muss der Arbeitnehmer auf Weisung auch den Müll wegbringen und das Büro putzen?
  • Muss der Arbeitnehmer auch Überstunden leisten, wenn der Arbeitgeber diese anordnet? Kann der Arbeitnehmer Zahlung für Überstunden verlangen?
  • Wann muss der Arbeitnehmer Weisungen keine Folge leisten?
  • Was für Folgen hat es, wenn der Arbeitnehmer sich weigert, eine Weisung zu befolgen?
  • Wer ist überhaupt weisungsberechtigt?
  • Wer hat das Direktionsrecht, wenn der Arbeitnehmer an einen anderen Arbeitgeber überlassen wird?
  • Kann der Arbeitgeber den Arbeitnehmern vorschreiben, welche Kleidung sie zu tragen haben?
  • Was kann der Arbeitgeber tun, wenn der Arbeitnehmer sich weigert, die Weisungen zu befolgen?
  • Was kann der Arbeitnehmer tun, um sich gegen Weisungen zu wehren?

Gerne berate ich auch Sie in Ihrer Frage zum Direktionsrecht.