Fragerechte des Arbeitgebers bei der Bewerbung und nach Einstellung des Arbeitnehmers

Schon das Bewerbungsgespräch löst die ersten Besonderheiten und Schwierigkeiten aus. Die Interessenlage ist klar: Der Arbeitgeber will alles wissen, um so den besten Arbeitnehmer anzustellen. Dazu verwendet er in der Praxis häufig einen standardisierten Personalfragebogen. Der Arbeitnehmer will hingegen nur das sagen, was ihm hilft den Job zu bekommen. Ihm nachteilige Information will er in der Regel für sich behalten.

Das Vorstellungsgespräch bringt den einen oder anderen Arbeitnehmer daher in die missliche Lage, auf eine Frage des Arbeitgebers hin zu schweigen oder gar zu lügen. In der Beratungspraxis treten folgende Fragen immer wieder auf:

  • Was muss ein Arbeitnehmer überhaupt preisgeben?
  • Was darf der Arbeitgeber überhaupt abfragen?
  • Darf der Arbeitnehmer auf unzulässige Fragen hin lügen?
  • Gibt es generell zulässige Fragen?
  • Gibt es generell unzulässige Fragen?
  • Hat der Arbeitnehmer eine Offenbarungspflicht?
  • Was hat mit den Daten des Stellenbewerbers nach Abschluss des Einstellungsverfahrens zu geschehen?
  • Darf der Arbeitgeber im laufenden Arbeitsverhältnis mehr fragen als im Vorstellungsgespräch?
  • Was kann der Arbeitgeber unternehmen, wenn ihn ein Arbeitnehmer angelogen hat?
  • Was kann der Arbeitnehmer unternehmen, wenn er ehrlich war und wegen der Beantwortung einer Frage nicht angestellt wurde?

Gerne berate ich auch Sie in Ihrer Frage zum Fragerecht des Arbeitgebers.